Ö1 Campus: Diskurs am Freitag zum Nationalfeiertag “ZeitzeugInnen und der österreichischen Opfermythos“

Claudia Aurednik diskutiert mit der Zeitzeugin Dora Schimanko (Young Austria) und Judith Goetz (Politik- und Literaturwissenschafterin)  über  jene Menschen auf die im Zuge des österreichischen Mythos, das erste Opfer Hitlers gewesen zu sein, vergessen wurde.

Dora Schimanko (Jg. 1932) musste im Alter von sechs Jahren mit einem Kindertransport vor den Nationalsozialisten fliehen. Ein Teil ihrer Familie wird in der Shoah ermordet, ein anderer Teil vertrieben. 1946 kehrt Dora Schimanko nach Wien zurück und engagiert sich in der FÖJ (Freie Österreichischen Jugend). Im Nachkriegsösterreich hat sie mit der Ignoranz und dem Antisemitismus der Nachkriegsgesellschaft zu kämpfen. In ihrem Buch „Warum so und nicht anders. Die Schiffs: Eine Familie wird vorgestellt“ setzt sie sich mit der Geschichte ihrer jüdischen Großfamilie auseinander.

Judith Goetz (Jg. 1983) präsentiert ihre aktuelle Publikation „Bücher gegen das Vergessen. Kärntnerslowenische Literatur über Widerstand und Verfolgung“. Das Buch setzt sich mit der Literatur von Kärntner SlowenInnen, in der die Zwangsaussiedlungen, die Zeit in den Konzentrationslagern und dem Kampf der PartisanInnen eine zentrale Rolle zukommt. Das Buch wurde 2011 mit dem Herbert-Steiner-Förderpreis und 2012 mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet.

Radiofile:

Dora Schimanko (Foto: Alexander Gotter)

Dora Schimanko (Foto: Alexander Gotter)

Judith Goetz (Foto: Alexander Gotter)

Links zu den Publikationen:

http://warum-so-und-nicht-anders.konradd.de/

http://www.kitab-verlag.com/webshop/pi3/pd172.html

 

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