Fotostory: Bühne frei im Ladyboys-Cabaret Chiang Mai

Die nordthailändische Stadt Chiang Mai wird wegen ihrer Schönheit auch als „Rose des Nordens“ bezeichnet und ist ein Highlight jeden Thailandbesuchs. Die rund 200 buddhistischen Tempel und der nächtliche Anusarn Market gelten als die Hauptattraktionen für Besucherinnen und Besucher.  Doch auf dem Nachtmarkt gibt es neben der Handwerkskunst und den unzähligen Souvenirständen eine besondere Attraktion: die Chiang Mai Cabaret Show der hiesigen Ladyboys. 

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Collage aus dem Gedenkbuch der Universität Wien. Mit freundlicher Genehmigung von Herbert Posch.

„Da geht ein Fenster in die Geschichte auf“

Die österreichischen Universitäten setzen sich erst seit den 1990er Jahren mit der Geschichte der 1938 vertriebenen und ermordeten Studierenden und Lehrenden auseinander. Die beiden Zeithistoriker Herbert Posch und Linda Erker vom Institut für Zeitgeschichte der Universität haben sich in verschiedenen Projekten mit dieser Thematik auseinandergesetzt.

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Miriam Rothbacher. Foto: Christopher Glanzl

Heimweh nach La Paz

Die pensionierte Kinderärztin Miriam Rothbacher (*1935, geb. Krakauer)  musste wegen des nationalsozialistischen Antisemitismus mit ihrer Familie 1939 Deutschland verlassen. Bolivien gewährte der Familie damals Zuflucht. Im progress Interview erzählt sie von ihrem Leben und ihrem Hilfsprojekt Pro Niño Boliviano.

Wie sind Sie mit Ihrer Familie nach Bolivien gekommen?

Miriam Rothbacher: Wir sind sehr spät im Jahr 1939 ausgewandert und hatten das Problem, dass die meisten Zufluchtsländer ihre Grenzen für die jüdischen Flüchtlinge bereits geschlossen hatten. Sogar eine Flucht in die großen lateinamerikanischen Länder Argentinien und Brasilien war nicht mehr möglich. Weiterlesen

Kibbutz Klub

Politaktivismus meets Isratrash

Viermal im Jahr öffnen Ursula Raberger (32) und Stefan Schaden (37) die Pforten zum Wiener Kibbutz Klub. Doch das mittlerweile „angesagteste Event der Stadt“ ist weit mehr als eine Party. Claudia Aurednik hat für progress online hat mit den beiden GründerInnen über den Kibbutz Klub, die Wahrnehmung der jüdischen Kultur und den Antisemitismus gesprochen.

progress online: Warum organisiert ihr in Wien eine Party mit israelischer Popmusik?

Ursula Raberger: Ich liebe Mizrahi Musik und israelischen Pop. Und ich liebe auch den Trashfaktor, der dieser Musik anhaftet. Hinzu kommt, dass Stefan und ich in der israelsolidarischen Szene aktiv sind und auch die AktivistInnen-Plattform QueerHebrews gemeinsam betreiben. Weiterlesen

Karl Pfeifer: Lebenslanges Engagement gegen Antisemitismus

Der Journalist Karl Pfeifer (*1928) ist ein Mahner gegen den Antisemitismus und Rechtsradikalismus. Claudia Aurednik hat für progress online in einer Audiosendung  mit Karl Pfeifer über sein Leben gesprochen. Die Musik hat Mark Klatt komponiert.

Nach seiner Rückkehr aus Israel im Jahre 1951 hat er in Österreich selbst jahrzehntelang unter Antisemitismus und Ausgrenzung gelitten. Im Gegensatz zu den meisten ZeitzeugInnen spricht Karl Pfeifer offen über seine Erfahrungen und die Problematik des österreichischen Juden- und Israelhasses, der in nahezu allen politischen Parteien zum Vorschein kam.

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Cover_Letzte ZeitzeugInnen_Salom

„Die letzten ZeitzeugInnen“ wurde in der Türkei veröffentlicht

Es freut mich sehr, dass mein Artikel „Die letzten ZeitzeugInnen“ im progress 04/2013 für das türkische jüdische Magazin Salom Dergi übersetzt und im Jänner 2014 im Zuge des Holocaust-Schwerpunktes veröffentlicht wurde.

Vielen Dank an die beiden interessanten ZeitzeugInnen Walter Fantl-Brumlik und Angelica Bäumer für die berührenden und interessanten Gespräche! Vielen Dank an Didem Özalpat von der Salom Dergi für die Anfrage und die Veröffentlichung meines Textes!

Letzte ZeitzeugInnen_Salom_1 Weiterlesen

Foto: Sarah Langoth_Walter Fantl-Brumlik

Die letzten ZeitzeugInnen

Die letzten ZeitzeugInnen der Shoah vermitteln weit mehr als nur einen Einblick in die Verbrechen des Nationalsozialismus. Denn ihre Lebensgeschichten und Gefühle stellen ein wichtiges Vermächtnis dar, dass es zu bewahren gilt. Claudia Aurednik hat zwei ZeitzeugInnen besucht und mit ihnen gesprochen.

„Ich nehme meinen Lagergürtel aus dem Vernichtungslager Auschwitz in die Schulen mit. Wenn ich ihn dann den Kindern in der Klasse gebe, werden alle ganz still. Im Konzentrationslager habe ich ja nur noch 37 Kilo gewogen“, erzählt der Zeitzeuge Walter Fantl-Brumlik (89) und ergänzt: „Ich habe auch noch meinen Judenstern und Dinge aus Theresienstadt. Wenn die Kinder diese berühren, dann löst das bei ihnen Gefühle aus.“ Fantl-Brumlik ist einer der letzten ZeitzeugInnen, die regelmäßig in Schulen gehen und über ihr Schicksal erzählen. Der Auschwitz-Überlebende hat in seiner Jugend die Verbrechen des Nationalsozialismus am eigenen Leib erfahren. Seine Erzählungen verdeutlichen die Kaltblütigkeit und Perfidität der NationalsozialistInnen „Meine Vorträge halte ich immer sehr prägnant und fesselnd. Ich erzähle auch, dass wir beim Transport von Theresienstadt nach Auschwitz 5000 Männer waren, von denen nur etwa 100 überlebt haben. Weiterlesen